Tagging und Social Bookmarking

Hier kommt sie wieder zum Tragen – meine Ambivalenz zu einigen Internetdiensten. Natürlich ist das Teilen (sharing) eine der großen Stärken des Internet, aber muss wirklich jede/r zu jedem etwas sagen? Ich denke nein. Zu Beginn dieser „Strömung“ stürzte ich mich auf Mister Wong, in der Hoffnung, Gleichgesinnte und interessante Internetangebote zu finden. Meine Begeisterung ebbte schnell ab, bald war Mister Wong nur noch lästiger, in den wöchentlichen E-Mails als Newsletter erscheinender, überflüsiger Ballast. Ich bin wohl eher so eine Art Konservativer, nutze das web zur Informationsbeschaffung und um Mails zu schreiben, selbstverständlich auch, um einzukaufen. Web-2.0-Dienste jedoch strafe ich zumeist mit Nichtbeachtung. Auch ist mir die reale Welt sehr viel lieber, meine „echten“ Kontakte möchten gepflegt werden, da bleibt keine Zeit für Schnickschnack. Natürlich haben diese diversen Dienste durchaus ihre Daseinsberechtigung, mir jedoch sind sie zu anstrengend und zu zeitaufwändig, zumindest, um aktiv daran teilzunehmen.

Toll finde ich jedoch, dass ich meinen in den Favariten meines alten Stadtrechners abgelegten und abhanden gekommenen Internetkurs Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement an Hochschulen wieder gefunden habe ;-). Um dieses tolle Tutorial nicht nochmals aus den Augen zu verlieren, lege ich es sogleich ab und speichere es – lokal auf meinem Dienst-PC. Und um jederzeit an den Link zu gelangen, schicke ich mir parallel eine Mail an meinen E-Mail-Account. Sozusagen die virtuelle Zettelvariante. Damit kann ich gut leben.

Weblogs suchen und finden

Das Jahr 2014 ist noch jung und frisch. Auch ich bin (noch) voller Tatendrang. Nachdem ich mich bereits heute früh auf eine zweitägige Weiterbildung zum Thema Internetrecherche gestürzt hatte, möchte ich mit einem Häkchen hinter dieser Lektion (der achten bereits!!!) mein schlechtes Gewissen beruhigen, habe ich mich doch über die Feiertage rein gar nicht mit diesem Thema beschäftigt! Gestern war Chaos pur und demzufolge an Arbeiten zu dieser Lektion nicht zu denken. Dann also JETZT.

Mein Verhältnis zu Google ist ja durchaus ambivalent, aber so lange es andere Anbieter einfach nicht gewuppt kriegen, auch nur annährend gute Ergebnisse zu liefern, so lange pfeife ich auf alle Bedenken. Zwar ist Prism watching us, aber wenn ich schon eine Suche zum Thema Weblogs benutze und dennoch kaum etwas Anständiges finde, so lange ich hin- und herswitchen muss zwischen verschiedenen Seiten, so lange gebe ich allen Unkenrufen zum Trotz meine Wünsche in das bekannte Google-Eingabefeld ein und vertraue dieser genialen Suchmaschine.

Mit den Suchbegriffen architecture of the seattle public library inurl:wordpress z. B. findet man einfach ruckizucki relevante Seiten. Immerhin 37.800 Quellen (Eigenauskunft Google). Das Ganze lässt sich beliebig variieren, beispielsweise mit intitle:weblog. Es geht natürlich auch ganz einfach, ganz ohne intitle- oder inurl-Anfragen. Die Eingabe der Begriffe seattle central library weblog führt zum Blog der Freunde der SPL. Keine andere der im Kurs angebotenen Suchen vermochte das.

Anbei drei Links zu interessanten Seiten:

 

Generatoren

Wie so oft gibt es auch zu diesem Thema mehr oder weniger sinnvolle Anwendungen – mir jedenfalls erschien das Tool Wordle zumindest insoweit geeignet, es doch mal auszuprobieren. Der Tag ist noch jung, die Lautstärke akzeptabel (auch, wenn nebenan mehrere Kids gleichzeitig Blockflöte üben!), und ich aufgrund der Tatsache, dieses Jahr so gut wie geschafft zu haben, irgendwie gepusht bin ;-). Deahalb stürze ich mich kopfüber in diese Lektion … doch mal wieder werde ich jäh ausgebremst. Da gilt es, zu aktivieren, zu installieren und zu aktualisieren und Rechte einzurichten. Schlussendlich dann bestimmt der obligatorische Neustart des Rechners. Puh. Oder besser: Nö. Das verkneife ich mir!

Wordle

Wordle

Wordle

Auf dem Weg zur Wordle-Benutzung

Immernoch die Wordle-Installation

… der Weg ist schwer und steinig.


Twitter

Einer der Gründe, warum ich hier am SLZ Vorsfelde platziert worden bin, ist der, weil ich so jung und dynamisch bin! Ich selbst widerspreche dem zwar schon seit langem, dennoch hält sich dieses Gerücht hartnäckig. Dass ich desöfteren zwar weder das E-Mail-Geschreibsel meiner (fast durchweg) jüngeren Kolleginnen und Kollegen zu entziffern vermag noch das Zockervokabular sämtlicher Nutzer hier bei uns zu entschlüsseln weiß, verfängt einfach nicht. Es wird dann einfach damit abgetan, dass ich ein Meckerkopp bin. So weit so gut. Damit kann ich leben. Twitter jedoch ist von meiner täglichen Erlebniswelt sooo weit entfernt wie das Steak vom Veganer – es in meinen Alltag hinein zu lassen käme mir (noch?) nicht in den Sinn. Als am Medium Internet Interessierter und als Bibliothekar verfolge ich selbstverständlich die Diskussionen hierzu, käme jedoch nie im Leben auf die Idee, mir ein Smartphone zu kaufen, mich mit dem Twitter-Vokabular vertraut zu machen und in die Tiefen dieses seltsamen Dienstes zu stürzen. Mich nervt schon dieses ständige am-Handy-rummachen. Allerdings muss ich als begeisterter Mountainbiker und Radsportfan zugestehen, dass ich ein Beinahe-Follower Lance Armstrongs bin. Doch das war früher – als ich (fast noch) jung war. Lang ist’s her.

RSS in und für Bibliotheken

Mein Verhältnis zu Google ist ja ambivalent, doch einige der vom Suchmaschinenbetreiber bereitgestellten Funktionen sind einfach nur Zum-mit-der-Zunge-schnalzen. So führte mich beispielsweise der Suchstring bibliotheks inurl:feed nach Berlin zu den Feeds des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldtuni. Eine andere, zugegebenermaßen einfache Suche führte mich zu Steven’s Favorite Library Feeds des netbib weblog (… dem kurioesen Bibliotheksboten worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen ;-)). Das netbib weblog selbst bietet unter feeds.feedburner.com/netbib/DFxV ebenfalls einige Feeds mit entsprechendem Hintergrund.

RSS

Ok, Prinzip verstanden. Zunächst einmal hat der Feedreader Netvibes absolut nichts mit diesem Weblog zu tun. Ein Zusammenhang ergibt sich einzig und allein deshalb, da ich von dort dem Blog 18dinge.wordpress.com folgen könnte, man das dort registriert und ich somit die Aufgabe zur Lektion höchstwahrscheinlich erfolgreich gelöst hätte! Blöd nur, dass ich ziemlich viel Zeit benötigte, ehe ich das gecheckt hatte. Na ja!

Wahrscheinlich lag es an der permanent viel zu hohen Lautstärke hier im SLZ, am unendlichen Stimmenwirrwarr, das es verbietet, vernünftig und substanziell zu arbeiten? Möglicherweise lag es aber auch an Sätzen wie

Sie nehmen die Adressen in Ihrem Feedreader auf und kommen so sehr viel schneller und effizienter an die Inhalte. Wir haben da mal etwas vorbereitet […]. Den Link auf einen Netvibes-Account, der die Einträge “aggregiert”: 18 Dinge für Bibliotheken in Bewegung. Netvibes ist ein Feedreader […].

… oder vielleicht doch einfach nur an mir selbst?

Abgesehen vom technischen Einerlei frage ich mich, trägt mein Klick auf den Button Feed hinzufügen letztlich nicht dazu bei, MEHR Informationen zu generieren als üblich?

Außerdem habe ich beschlossen, diese Lektion nur im Geiste zu absolvieren. Denn ich möchte einfach nicht jedem Dienst meine Kenndaten hinterherschmeißen (Prism is watching us ;-)). Nachdem also der Groschen auch bei mir gefallen war, ging ich diese Übung in Gedanken durch und brachte sie mit dem hier Geschriebenen schlussendlich „zu Papier“.

Flickr

Ich sollte es eigentlich besser wissen! Die Flickr-Sucheinstellungen geben ja nicht besonders viel her. Da gibt es die zumindest auf meinem PC sichtbaren Suchoptionen Alle diese Wörter, Keines dieser Wörter, Fotos, Screenshots, Illustrationen, Fotos und Videos, Nur Fotos, Nur Videos. Verdeckt, also nicht sichtbar, waren Datums- und Creative Commons-Angaben (um die es hier geht). Um dorthin zu gelangen hätte ich scrollen müssen! Nun weiß ich selbst ziemlich genau, dass bei einer durchschnittlichen Verweildauer von nur wenigen Sekunden pro Seite oftmals nicht gescrollt wird. Deshalb gebe ich zu meinen Rechercheschulungen stets den Tipp mit auf den Weg, wenigstens grob die ganze Seite zu überfliegen und das Scrollen nicht zu vergessen. Und dann so etwas! Zu guter Letzt bemerke ich erst JETZT, dass ein eigens, kleines Kapitel namens Alternative Suche nach freien Inhalten dieser Aufgabe beigefügt ist. Infolgedessen gelange auch ich zur Suche flickrCC – oh man. Ich belasse es jedoch bei dem Foto, wonach ich mühsam (besser: zeitaufwendig ;–)) suchte. Hierfür verwendete ich ff. Suchbegriffe: seattle public library mixing chamber; Suchoption: cc-Lizenz.

Bild

Quelle: http://www.flickr.com/photos/krisrex/235534347/sizes/z/in/photolist-mPba2-5qN91z-8Z5iq7-6MBBxV-6MFMhu-4VSdnE-yaxfE-7Bb5AT-7Bb5UM-92X34h-3WGEd-yaxf1-yaxeb-a3P9pa-oVCeP-oRyHX-aaBaN-bwjRk-5B7hYm-7Bb5rD-7Bb65P-e4KZKs-6h7qtm-oVDfn-qDpr9-9Uputj-qLyh5-oVDnf-7Bb4Ht-eiTQ7-gNAXR-oVC3H-3JnvK-bxSy7-gNAQD-4hfKoE-oVDaF-oVCWN-3ZkEZ-c79j5o-eiU6C/